My Erdbeerkuchen – fruchtig, frisch & lecker (mild gesüßt und ballaststoffreich)

Erdbeerkuchen mit Dinkel und Mandeln von der Seite fotografiert.

Ich liebe die süßen Früchte der warmen Jahreszeit.  Dazu gehören natürlich auch Erdbeeren! Am besten schmecken sie mir ganz frisch, einfach so, ohne alles. Oder “wennschon, dennschon” auf einem Kuchen mit einer großen Portion Sahne. Im Vordergrund soll aber die Frucht und nicht Zucker, Fett und künstliche Aromen stehen. Die erste Regel für einen guten Erdbeerkuchen lautet deshalb: Gute Ware.

Erdbeeren frisch vom Feld direkt in den Mund

Richtig gute Erdbeeren gibt es bei uns nur zur Saison, die im April unter Folien und im Mai als Freilandanbau so langsam startet, um im Juni/Juli ihren absoluten Höhepunkt zu erreichen. Frisch geerntet schmecken die roten Früchte nicht nur am besten, sondern enthalten auch am meisten kostbare Inhaltsstoffe. Und davon hat die Erdbeere jede Menge: Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Polyphenole. Studien weisen darauf hin, dass Polyphenole vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen, Krankheitskeime vernichten und bestimmten Krebserkrankungen vorbeugen. Ein weiters Plus: Mit rund 30 Kilokalorien pro 100 Gramm ist die Erdbeere ein absolutes Leichtgewicht unter den Süßen Obstsorten.

Warum es sich lohnt, statt Folien-Früchte die Freiland-Ware zu kaufen, könnt ihr beim Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) nachlesen.

Erdbeeren aus Spanien, Italien und sonst wo

Bei der Zucht von Erdbeeren, die weite Wege zurücklegen, steht nicht das gute Aroma, sondern die Stabilität für den Transport im Vordergrund. Und das schmeckt man. Frische deutsche Erdbeeren leuchten hellrot, duften intensiv und zergehen förmlich auf der Zunge. Mit ihrem zarten Fruchtfleisch sind sie absolut nichts für weite Strecken. Allein der Weg auf dem Fahrrad vom Markt nachhause kann zu zahlreichen Druckstellen führen. So verderben sie im Nu. Die einfache Lösung: schnell alles aufessen oder einen Kuchen backen 🙂

Mein geliebter Erdbeerkuchen

Erdbeerkuchen mit Mandelsplittern bestreut

Ich bin ein Fan von diesem Erdbeerkuchenrezept. Nicht nur, weil es super simpel ist und der Kuchen total lecker schmeckt, sondern auch weil es durch die natürliche Süße der Früchte mit vergleichsweise wenig industriell gefertigten Zucker auskommt und durch Vollkornmehl, Mandeln und Obst einen Mehrwert an wertvollen Inhaltsstoffen bietet.

Das braucht ihr für einen Erdbeerkuchen (Springform mit 18 Zentimeter Durchmesser)

Und so wird’s gemacht

  1. Ofen Ober/Unterhitze auf 175 °C vorheizen.
  2. Mehl, Zucker, Mandeln, Backpulver, Salz und Vanille in einer großen Schüssel vermengen.
  3. Butter in grobe Stücke schneiden und mit den Eiern und der Zitrone zur Mehlmischung.
  4. Alles mit dem Handrührgerät vermischen bis eine einheitliche Masse entsteht.
  5. Kuchenform einfetten und mit dem Teig befüllt für ca. 20 bis 25 Minuten in den Ofen.
  6. Währenddessen die Erdbeeren Waschen, trocken tupfen und entstielen.
  7. Den Kuchenboden abkühlen lassen und mit den Früchten belegen.
  8. Den Traubensaft in einen kleinen Topf füllen und nach und nach mit dem Tortenguss verrühren. Dabei langsam erhitzen.
  9. Einmal kurz aufkochen lassen und den Kuchen mit der Masse gleichmäßig bedecken, ohne ihn zu ertränken. Ein kleiner Rest Guss bleibt bei mir immer im Topf zurück.
  10. Nach ca. fünf Minuten den Kuchen mit den Mandelblättern dekorieren und anschließend völlig abkühlen und aushärten lassen.
  11. Jetzt erst die Springform öffnen. Et voilà!

Drei Stücken Erdbeerkuchen auf einem Glasteller mit rosa Blumen.

Bei uns darf, wie bereits erwähnt, die Extraportion Sahne zum Erdbeerkuchen nicht fehlen. Am liebsten eine naturbelassene Sahne aus der Glasflasche ohne Carrageen. Carrageen ist ein Zusatzstoff (E 407) der im Tierversuch die Darmschleimhaut angreift und möglicherweise das Darmkrebsrisiko erhöht. Sahne ohne diesen Stabilisator findet ihr in Bioläden. Wenn die Sahne aber nicht direkt nach dem schlagen auf dem Teller landet, sondern z. B. als Mitbringsel länger durchhalten muss, empfehle ich euch Bärenmarke, leider mit Zusatzstoffen.

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