Grundrezept für Müsli mit frischen Früchten und Nüssen

Selbstgemachtes Müsli mit Joghurt und frischen Früchten

Müsli bietet eine wunderbare Möglichkeit gesund und lecker zu frühstücken. Durch die gut kombinierbaren Zutaten kann man es in zahlreichen Varianten genießen. Das bringt Abwechslung auf den Speiseplan. Außerdem eignet es sich extrem gut für Morgenmuffel (siehe unten den Tipp dazu).

Zuckerfalle Fertigprodukte

Viele denken beim Stichwort „Müsli“ sofort an zuckersüße Fertig-Mischungen mit Schokolade oder Honey-Crunch. Nur weil da auch Haferflocken enthalten sind, sind die natürlich noch lange nicht gesund. Tatsächlich unterscheiden sie sich kaum von Produkten aus dem Süßigkeiten-Regal. Aber auch die vermeidlich gesunden Nuss- oder Früchte-Müslis enthalten meist viel zuviel Zucker. Natürlich nicht offensichtlich, sondern versteckt in Form von Honig oder durch einen zu hohen Anteil Trockenfrüchte.

Basis-Müsli 

Gesundes Müsli macht man am besten selbst. Das geht ganz einfach, sobald man sich einen Vorrat an bestimmten Zutaten angelegt hat. Eine große Auswahl dafür gibt es z.B. in Bioläden wie Alnatura. Das sogenannte „Basis-Müsli“ kauft ihr fertig oder stellt es selbst her. Letzteres hat den Vorteil, dass man es nach Lust und Laune variieren kann und es somit noch abwechlungsreicher ist. Geht auch ganz schnell: Man mischt in einer großen Schüssel eine 500-Gramm-Packung Flocken (z.B. Hafer, Dinkel, Roggen) mit 2-3 EL Samen (z.B. Kürbiskern, Sonnenblumenkerne, Leinsamen) und 2-3 EL grob gehackten Nüssen (z.B. Mandeln, Walnüssen, Paranüssen). Anschließend in einem gut verschließbaren Gefäß aufbewahren.

Süße und Crunch – aber natürlich

Durch einen Mix aus Trockenfrüchten (z.B. Rosinen, Aprikosen, Feigen) und frischen Früchten der Saison erhält mein Müsli schließlich seine natürliche, geschmackvolle Süße. So braucht es auch keinen zusätzlichen Zucker! Es ist reich an wertvollen Mineralstoffen, Vitaminen, Fettsäuren und Ballaststoffen, sättigt gut und schmeckt dabei auch noch lecker. Milch, Joghurt und Nüsse sorgen u.a. für die Extra-Portion Calcium. Eine gute Prise Sesam, Kokosflocken, gepopptes Amarant, Quinoa oder ähnliches eignen sich prima als knuspriges Topping. Das sieht nicht nur gut aus, sondern tut auch gut.

Schmeckt GROß und klein

Von Eltern aus meinem Umkreis bekomme ich immer wieder zu hören: „Mein Kind isst ungesüßtes Müsli einfach nicht.“ Wir haben unseren Kleinen von Anfang an daran gewöhnt und er mag dieses Frühstück sehr gerne (nur die Nüsse bekommt er wegen der Erstickungsgefahr, erst seit dem er gründlich kauen kann!). Kinder, die bereits an extreme, künstliche Süße gewöhnt sind, lassen sich da nicht so leicht überzeugen. Trotzdem rate ich: Nicht so schnell aufgeben! Lasst eure Kinder öfter probieren und gewöhnt sie Stück für Stück wieder an die milde Süße und die komplexe Konsistenz der Früchte. Und ganz wichtig: Seid ein gutes Vorbild. Oft schmeckt den Zwergen, das was Mama und Papa auf dem Teller haben sowieso am besten. Mehr dazu in meinem Kinder-und-Süßes-Artikel.

Zurzeit ist das Angebot an heimischen Obst leider noch sehr klein. Ich habe mich deshalb für ein klassisches Müsli mit Äpfeln, Rosinen und Paranüssen entschieden.

Das braucht ihr für eine Schüssel

  • 3-4 EL der Basis-Müsli-Mischung
  • 4-6 Nüsse (nur wenn diese noch nicht in der Basis-Müsli-Mischung sind)
  • Etwas Wasser
  • 1 kleinen Apfel
  • 1 TL Rosinen
  • 2-3 EL fettarmen Natur-Joghurt
  • ½ TL Sesam
  • Etwas fettarme Milch (wahlweise auch Butter-, Soja-, Mandel-, oder Reismilch)

Und so wird’s gemacht

  1. Basis-Müsli in eine Schüssel füllen und mit gehakten Nüssen vermengen.
  2. Müsli-Nuss Mischung mit Wasser bedecken und für mindestens 1 Stunde oder über Nacht einweichen. Auf diese Weise wird das Müsli weicher und bekömmlicher. Außerdem wird dabei das Enzym Phytase aktiviert, dass die Phytinsäure spaltet und somit deren Gehalt verringert. Das ist gut, weil Phytinsäure die Aufnahme von Mineralstoffen, wie z.B. Calcium hemmt.
  3. Apfel kleinschneiden und mit Rosinen, Müsli und Joghurt vermengen.
  4. Zum Schluss mit Sesam toppen und nach Belieben Milch hinzufügen.

Im Rahme der oben genannten Grundzutaten könnt ihr grenzenlos variieren und eurer Phantasie freien Lauf lassen. Viel Spaß beim Experimentieren!

Tipp für Morgenmuffel

Müsli am Abend vorher in einem Schraubglas mit Wasser bedecken. Joghurt rauf und Früchte dazu. Glas zuschrauben, in den Kühlschrank stellen – fertig. Wertvolle flüchtige Inhaltsstoffe aus dem Obst gehen so leider teilweise verloren. Deshalb solltet ihr versuchen, so oft wie möglich das frische Obst erst am Morgen kleinzuschneiden. Im Schraubgefäß können ganz Eilige das Müsli auch Prima „ to go“ mit zur Arbeit nehmen.

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