Schwanger und plötzlich geht gar nichts mehr

Schwangere Frau mit Kind und Pusteblume auf einer Wiese.

Seit meinem letzten Blog-Post ist nun fast ein halbes Jahr vergangen. Warum? Weil ich schwanger bin. Wundervoll und zugleich super anstrengend. Müdigkeit und Übelkeit haben mich komplett ausgeknockt.

Nicht nur so ein mulmiges Gefühl am Morgen, sondern starke Übelkeit von früh bis spät. Ohne Übergeben, aber somit auch ohne das Gefühl sich zumindest zeitweise erleichtern zu können. Vor lauter Unwohlsein habe ich vieles ausprobiert. Geholfen hat kaum etwas: weder Nausema Dragees (B-Vitamine) noch Akupressur-Bänder aus der Apotheke.

Ich glaube ein großer Teil der Symptome sind psychisch bedingt. Im ersten Drittel der Schwangerschaft kann so viel schief gehen. Das habe ich leider auch schon selbst erleben müssen. Deswegen finde ich den frauenärztlichen Rat, die Frohe Botschaft während der ersten drei Monate möglichst geheim zu halten, auch sehr gut. Und trotzdem quälte mich dieser Mix aus Geheimhaltung und Sorge.

Als die Ängste allmählich den guten Befunden der Feindiagnostik wichen, fühlte ich mich besser. Übel war mir trotzdem noch bis in den sechsten Monat hinein. Außerdem war ich ständig krank mit Husten, Schnupfen und einmal sogar Fieber. Ich vermute, dass auch die Belastung durch das zweite Kind eine Rolle spielt. Feierabend und Ausschlafen gibt es nicht mehr. So führt eins zum anderen: Durch Schlafmangel ist der Körper geschwächt und anfälliger für Krankheiten.

Aber nun ist die Haupt-Erkältungszeit endlich vorbei und der Frühling ist da! Ich genieße das frische Grün und freue mich auf den Sommer. Der Bauch wächst und mir geht es richtig gut. Falls ihr euch aber gerade in der Frühschwangerschaft quält, lasst euch gesagt sein: Das geht vorüber!!! Und weil diese Info wenig nützt, wenn man sich im Hier und Jetzt einfach miserabel fühlt, nachfolgend ein paar kleine Tipps, die mir geholfen haben.

Fünf Tipps gegen Übelkeit und Abgeschlagenheit in der Schwangerschaft

  1. Entspannung: Leichter gesagt als getan. Aber versucht es! Vergesst auf der Arbeit die Pausen nicht und gönnt euch erstmal Ruhe, wenn Ihr nach Hause kommt. Einfach nix tun. Dafür müsst ihr vielleicht Opfer bringen. Ich habe den Blog extrem vernachlässigt. Das fiel mir schwer, aber es hat geholfen.
  2. Bewegung: Ideal sind ausgedehnte Spaziergänge an der frischen Luft, Yoga, Schwimmen und Fahrradfahren.
  3. Ernährung: Trotz Heißhungerattacken kleine Portionen über den gesamten Tag verteilt essen. Keine schwer verdaulichen, blähenden Lebensmittel.
  4. Zitrone: Wasser mit frisch gepresster Zitrone (je nach Geschmack einen Spritzer bis zu einer halben Zitrone auf einen halben Liter Wasser. Schmeckt heiß und kalt. Allein der Geruch von Zitrone kann manchmal schon helfen. Ich benutze zur Zeit auch das Zitronen-Deo von Weleda, weil ich andere Gerüche kaum ertragen kann. 
  5. Ingwer: entweder als Tee (ein walnussgroßes Stück Ingwer klein schneiden, mit ½ bis 1 Liter Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen, nach Bedarf mit Honig abschmecken) oder einfach ein mandelgroßes Stück frischen Ingwer schälen und auf die Zunge legen. Meine letzte Rettung bei unerträglich stickiger Luft auf langen U-Bahn-Fahrten.

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