10 Tipps zum Grillen – So schützt du dich, deine Familie und deine Gäste

Glühende Kohlen im Grill

Foto by Brenkee/pixabay

Ich liebe die Sommermonate: Die langen Tage, das saftige Grün und die milden Temperaturen. Dazu gehört für mich auch das Grillen. Es gefällt mir, wenn, umgeben von Freunden und gutem Essen, die Glut so schön knistert und es nach Holzkohle riecht. Und eigentlich ist Grillen eine gesunde Zubereitungsart:  Sie kommt ohne zusätzliches Fett aus und in der Regel werden nur frische Zutaten verwendet. Leider sehe ich immer wieder, dass viel falsch gemacht wird und dann landen plötzlich krebserregende Stoffe und krankmachende Keime auf dem Teller. Deswegen hier ein paar Tipps zum gesunden Grillen.

10 Tipps zum gesunden Grillen

  1. Das Grillgut nicht in den Kohlenrauch legen. Darin befinden sich krebserregende PAK (poyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe). Damit kein Rauch entsteht, aufpassen, dass das Fett nicht aus Fleisch, Fisch oder Marinade in die Glut tropft. Dabei helfen Alu-Grillschalen oder noch besser – weil wiederverwendbar und deswegen umweltfreundlicher – Edelstahlschalen oder Gas- bzw. Elektrogrills. Hier Modelle wählen, bei denen das Öl nicht direkt auf die Heizschlange tropft.
  2. Vergolden statt verkohlen! Fleisch und Wurst nicht zu lange, zu heiß und zu dunkel Grillen. Sonst entstehen gesundheitsschädliche HAA (heterozyklische Amine). Verbrannte Stellen großzügig wegschneiden.
  3. Bockwurst, Speck, Schinken und Salami gehören nicht auf den Grill. Gepökeltes enthält nämlich Nitrit und Amine: Stoffe, die sich unter extremer Hitzeeinwirkung zu krebserregenden Nitrosaminen verbinden. Ihr wisst nicht, ob die Lieblingswurst im Supermarkt gepökelt ist? Dann checkt die Zutatenliste einfach nach NITRITPÖKELSALZ. Oder fragt den Metzger. Viele Bio-Fleischer verzichten komplett auf Nitritpökelsalz.
  4. Passt auf, dass ihr keine Keime vom rohen Fleisch oder Fisch auf Lebensmittel übertragt, die nicht erhitzt werden wie Salate, Desserts oder Grillsaucen. Dort können sie sich vermehren und zu Lebensmittelinfektionen führen. Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sind nicht nur unangenehm, sondern  insbesondere für Kinder und ältere Menschen gefährlich. Deshalb gilt:
    • Hände, Messer, Unterlagen etc., die mit rohem Fleisch in Berührung gekommen sind, gründlich mit warmem Wasser und Seife waschen!
    • Beim Auflegen auf den Grill für das rohe Fleisch eine andere Grillzange verwenden als für das fertige Fleisch.
  5. Fleisch und Fisch gut durchgaren (aber nicht verkohlen!). Geflügel sollte nicht mehr glasig-rosa sein, sondern weiß bis grau.
  6. Tiefgefrorenes Fleisch ohne Verpackung in einem sauberen Behälter, abgedeckt im Kühlschrank auftauen lassen. Bei Zimmertemperatur oder gar in der Sonne (!) vermehren sich krankmachende Keime im Nu.
  7. Aus dem selben Grund Soßen, Salate usw. im Kühlschrank aufbewahren und erst kurz vor dem Verzehr servieren.
  8. Wer Kleinkinder herumflitzen hat, verzichtet besser auf flüssige Grillanzünder und Lampenöle. Oder passt höllisch auf!!! Beim Bundesinstitut für Risikobewertung werden immer wieder entsprechende Vergiftungsfälle von Kleinkindern gemeldet, die im schlimmsten Fall tödlich enden.
  9. Nicht nur Fleisch!!! Knackige Salate, Gemüse-Päckchen und Maiskolben sorgen für Farbe und Geschmacksvielfalt.
  10. Grillen geht auch vegetarisch: Gefüllte Champignons, Scharfskäse oder Halloumi sind tolle Fleisch-Alternativen. Dazu passen Salate und Dips mit proteinreichen Hülsenfrüchten wie Linsen, Bohnen und Kichererbsen.

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