Tipps zum Kauf von Obst und Gemüse – frisch, aromatisch und preiswert

Saisonales Gemüse an einem Marktstand

Die Auslagen der Gemüse –und Obstabteilungen sind das ganze Jahr über prall gefüllt sind. Aber Kartoffeln aus Ägypten, Bohnen aus Kenia und Trauben aus Indien?! Nee. Wenn möglich, kommen bei mir nur saisonale Produkte am liebsten aus der Region in die Tüte. Warum?

  1. Keine langen Transportwege mit Flugzeugen und – zumindest im Freilandanbau – viel weniger Treibhauseffekt förderndes CO2. Das schont die Umwelt.
  2. Nach kurzen Distanzen vom Acker bis zum Supermarkt sind die Produkte nicht nur frischer, sondern auch geschmackvoller.
  3. Wer sich nach dem saisonalen Angebot richtet, ernährt sich automatisch abwechslungsreich.
  4. Saisonale Produkte sind preiswert.

Woran erkenne ich saisonal, regionales Gemüse?

Am besten ihr nehmt einen Saisonkalender zur Hilfe oder nutz eine entsprechende App. Zusätzlich könnt ihr auf den Verpackungen oder Produktschildern das Herkunftsland ablesen. Auf regionalen Märkten lohnt es sich den Verkäufer einfach zu Fragen. Manchmal bekommt man da gleich noch andere interessante Insider-Infos. Wer selbst mit anpacken will, aber keinen Garten hat, kann sich auch einen bepflanzten Acker mieten. Für die Bequemeren unter euch, gibt es Liefer-Kisten von den unterschiedlichsten Anbietern, z.B. hier.

Bio oder was?

Ökologischen Anbau finde ich prima, weil damit die Umwelt geschont wird und die Produkte meist weniger mit Schadstoffen (Nitrat, Cadmium, Pestiziden) belastet sind. Aber mich nervt der Missbrauch, der mit dem Begriff „Bio“ betrieben wird. Wo Bio drauf steht, ist nämlich nicht unbedingt ökologischer Anbau drin. Zahlreiche Siegel verwirren vielmehr, als das sie Orientierung geben.

Total doof finde ich, dass die Bioware im Supermarkt immer in Plastik verpackt ist, damit sie nicht mit konventionellen Produkten in Kontakt kommt. Das ist Umweltverschmutzung und wer weiß, was hier wieder für Stoffe vom Plastik freigesetzt werden.

Außerdem ist Bio nicht automatisch frischer, gesünder und geschmackvoller und für mich persönlich auch einfach zu teuer. Deshalb kaufe ich manchmal auch Bio, aber nicht immer und unbedingt.

Konventionell = belastet?

Es stimmt das konventionelle Produkte im Vergleich zu Bio-Produkten öfter Rückstände von Pflanzenschutzmitteln aufweisen. Diese müssen aber so niedrig sein, dass sie die Gesundheit der Verbraucher nicht gefährden. Dafür gibt es regelmäßige Kontrollen. Dennoch werden die Grenzwerte hin und wieder überschritten. Das ist natürlich beunruhigend. Aber eher die Ausnahme und kein Grund zu Panik. Wer sich zusätzlich schützen möchte, kann folgendes tun.

3 Tipps um den Schadstoffgehalt von Gemüse und Obst zu verringern

  1. Abwechslungsreich essen: Rückstände von Pflanzenschutzmitteln variieren stark von Produkt zu Produkt. Da wir es einer Paprika nicht ansehen können, wie hoch sie belastet ist, sollte man von verschiedenen Anbietern kaufen.
  2. Regionale und saisonale Produkte bevorzugen. Importware weist im Durchschnitt einen höheren Gehalt an Schadstoffen auf. Regionale und saisonale Produkte sind hingegen weniger belastet.
  3. Gemüse und Obst sorgfältig unter fließendem, lauwarmen Wasser waschen, ggf. auch abschrubben oder schälen. Anschließend die Hände mit Seife reinigen. So lässt sich ein großer Teil der unerwünschten Stoffe beseitigen.

Exoten ja oder nein?

Niemand muss auf Ananas oder Feigen verzichten. Aber auch diese Früchte haben zu bestimmten Zeiten Saison. Es lohnt sich darauf zu achten, weil dann das Angebot besonders groß ist und das Obst nicht nur besser schmeckt, sondern auch mehr wertvolle Inhaltsstoffe hat. Wer die Umwelt schonen möchte, wählt Sorten, die nicht per Flugzeug (Lichis, Baby-Bananen, etc.), sondern mit dem Schiff zu uns gelangen, wie z. B. Bananen, Ananas und Mangos.

Ihr habt Fragen oder Anregungen? Dann freue ich mich auf eure Kommentare.

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