Lecker und gesund aber leider auch bedroht – Tipps zum Umgang mit Fisch

Frisch gefangene Lachse

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In meinem letzten Artikel ging es um Vitamin D. Das „Sonnenvitamin“ sorgt für gesunde Knochen und wird zum Löwenanteil durch Sonnenstrahlung von unserem Körper selbst hergestellt. Nur wenige Lebensmittel enthalten Vitamin D zu einem nennenswerten Anteil. Dazu gehört vor allem fetter Seefisch wie Makrele, Hering oder Lachs. 

 Viele positive Eigenschaften 

Fetter Seefisch enthält außerdem wertvolles Jod für unsere Schilddrüsenhormone, Selen als Bestandteil vieler Schutzmechanismen und mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Omega 3), die das Risiko für Herzkrankheiten senken. Um von diesen positiven Eigenschaften zu profitieren, brauchen gesunde Menschen aber keine Fischöl-Kapseln zu sich nehmen. Insbesondere nicht, wenn Sie – wie von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlen – 1 bis 2 Mal pro Woche Fisch essen.

Was Gütesiegel bringen

Beim Einkauf solltet Ihr darauf achten, dass die Produkte aus nachhaltiger Fischerei stammen. Das ist gar nicht so einfach. Es gibt zwar unabhängige Gütesiegel: Marine Stewardship Council (MSC), Friend oft he Sea (FOTS), CLOBAL G.A.P., Dolphin Safe. Aus Sicht von Greenpeace ist aber keines vorbehaltslos zu empfehlen. Trotzdem helfen Sie zur Orientierung und sind besser als gar kein Siegel. Wer sich einen gründlichen Überblick verschaffen möchte, nimmt zusätzlich den Greenpeace-Einkaufsratgeber zur Hand.

Leergefischte Meere

Ich finde die Empfehlung der DGE macht aus ernährungsphysiologischer Sicht absolut Sinn. Dennoch esse ich Fisch nur circa ein bis zweimal pro Monat. Was mich bremst sind die nahezu leergefischten und mit Schadstoffen belasteten Meere. Ein richtig oder falsch gibt es hier meines Erachtens nicht, nur das eventuell „geringere Übel“.

Bitte nichts einfangen

Ein weiterer wichtiger Punkt beim Umgang mit Fisch ist die Hygiene. Denn Fische gehören zu den so genannten „sensiblen Lebensmitteln“. Um Lebensmittelinfektionen zu vermeiden, sollte nur frischer Fisch auf den Tisch.  Das Bundesinstitut für Risikobwertung (BfR) hat Tipps zusammengestellt, anhand derer ihr frischen Fisch erkennen könnt.

Damit er auch frisch bleibt, die Ware unbedingt im Kühlschrank lagern und möglichst schnell aufessen. Kleinkinder, Schwangere und ältere Personen sollten zum Schutz vor bakteriellen Infektionen nur gut durcherhitzten Fisch essen.

Übung macht den Meister

Klingt für Fisch-Neulinge vielleicht alles erstmal furchtbar kompliziert und aufwendig. Wird aber schnell zur Routine und bedeutet dann keinen Mehraufwand mehr. Lasst Euch also nicht entmutigen. Fisch ist ein reichhaltiges Spitzenprodukt, das außerdem noch verdammt gut schmeckt. Deshalb gibt es hier auch bald ein leckeres, einfaches Rezept zum selbst ausprobieren.

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