Barbis Vollkorn-Hirse-Mischbrot – ohne Kneten und lange Wartezeiten

Brotleib, Brotscheibe auf Teller und Kinderhand die danach greift / Butter in einer kleinen Schale und Buttermesser

Kaum ein Land hat soo viele Brotsorten wie wir. Neben hervorragenden Bäckermeistern gibt es aber leider auch jede Menge geschmacklose Massenprodukte. Immer weniger Bäcker scheinen wirklich nach eigener Rezeptur zu backen. Anstatt dessen arbeiten sie mit Tiefkühlware und Fertigbackmischungen. Bei Brot lege ich großen Wert auf Vollkorn. Im Vergleich zu anderen Mehl-Typen enthalten Vollkornmehle nämlich den höchsten Anteil an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen. Entgegen eines allgegenwärtigen Missverständnisses bedeutet Vollkorn nicht gleich kernig und dunkel. Vollkornmehle enthalten zwar sämtliche Bestandteile des gereinigten Korns, also neben dem Keimling auch die mineral –und ballaststoffreichen Randschichten. Diese können aber auch fein vermahlen werden.

In Bio-Bäckereien gibt es oft eine große Auswahl an Vollkornbroten. Bei der Vollkornvariante des sogenannten „Schweizer“ Brotes handelt es sich z.B. um ein sehr fein vermahlenes, bekömmliches Brot, das sich auch prima für Kinder eignet. Als ich es kürzlich Mal wieder gekauft habe, war ich leider echt enttäuscht. Kein Aroma, pappig uns trocken. Und das bei dem hohen Preis!

Backen braucht eben (etwas) Zeit und vor allem Liebe. Deswegen: Besser selber machen! Ich habe sofort dieses tolle Rezept meiner Schwiegermutter wieder hervorgekramt und nur minimal meiner Lust und Laune angepasst.

Das ging so unkompliziert und einfach, dass mir der Kleine richtig gut beim Mehl-Umfüllen und umrühren helfen konnte. Und ist so lecker, dass ich mich echt frage, warum ich überhaupt noch zum Bäcker gehe.

Das braucht ihr für ein Brot

  • 1 Würfel frische Hefe
  • 500 ml lauwarmes Wasser
  • 1 knappen EL Salz (weniger ist mehr 😉
  • 4 EL Essig
  • 400 g Weizenvollkornmehl (oder Dinkelvollkornmehl)
  • 100 g Roggenmehl
  • 150 g Hirseflocken
  • 1 bis 2 Hände Sonnenblumenkerne

Und so wird’s gemacht

  1. Die Hefe in dem lauwarmen Wasser lösen. Salz und Essig hinzufügen, verrühren.
  2. Mehl und Flocken in einer großen Schüssel vermischen und dann den Hefe-Mix mit einem Löffel oder einer Küchenmaschine unterrühren. Der Teig soll recht weich sein, wenn er zu fest ist, noch Wasser hinzu.
  3. Kastenform mit Backpapier auslegen und den Teig einfüllen. Glattstreichen und mit einem feuchten Küchentuch bedeckt für ca. 20 Minuten gehen lassen.
  4. Inzwischen den Ofen auf 190 Grad Ober-Unter-Hitze vorheizen.
  5. Das Brot kommt dann für ca. 45 – 50 Minuten in den Ofen. Am besten ihr macht mit einem Holzstab die Garprobe: In das Brot pieken, wenn Krümel dran sind, ist es gut durch gebacken.
  6. Das fertige Brot in der Form etwas auskühlen lassen. Wenn man auf den Brotboden klopft und es etwas hohl klingt, ist es perfekt.

Lauwarm mit Butter und Salz – köstlich!! Das Brot hält sich ca. eine Woche und schmeckt auch getoastet einfach himmlisch.

Danke Barbara für dieses tolle, einfache Rezept 🙂

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