Von gutem und schlechtem Zimt

Zimt-Stangen

Foto by Krzysztof Puszczyński

Zimt ist definitiv eines meiner Lieblingsgewürze. Ich kann gar nicht genug davon kriegen. Ob im Porridge, Tee, Keks, Kuchen oder herzhaftem Curry-Gericht. Besonders wenn es draußen kalt wird, liebe ich diesen wärmenden, leicht süßlich-scharfen Geschmack. Allein schon die goldgelbe Farbe und dieser einzigartige Duft! Aber…

Besser Ceylon als Cassia Zimt

…Wenn ihr auch zu den Menschen gehört, die gern und oft Zimt essen, rate ich euch den milden, aus Sri Lanka stammenden Ceylon-Zimt zu verwenden. Die meisten Supermärkte bieten leider nur Cassia-Zimt an. Der ist günstiger und intensiver im Geschmack, enthält aber auch reichlich Cumarin. Einen Aromastoff von dem bekannt ist, dass er schon in kleinen Mengen zu Leberschäden führen kann.

Wie viel ist zuviel?

Laut Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sollte ein Kleinkind mit einem Körpergewicht von 15 Kilogramm über längere Zeit nicht mehr als einen halben Teelöffel (0,5 Gramm) täglich aufnehmen, Erwachsene nicht mehr als zwei Teelöffel (2 Gramm). Das ist schon wirklich extrem viel. Ich glaube nicht, dass ich solche rauen Mengen tatsächlich über mehrere Wochen verwende. Aber um sicher zu gehen, insbesondere bei meinem Kleinen, greife ich lieber gleich zum milden Ceylon Zimt. Der ist zwar etwas teurer und weniger intensiv im Geschmack, dafür hat er aber eine breitere Palette an feinen Geschmacksnuancen.

Wo gibt es Ceylon Zimt?

Ihr findet den cumarinarmen Zimt in Bioläden. Achtet beim Einkauf darauf, dass auf der Verpackung „Ceylon Zimt“ zu lesen ist. Steht nur „Zimt“ drauf handelt es sich meist um den cumarinreichen Cassia-Zimt. Die Ceylon Zimtstangen erkennt ihr daran, dass sie in mehreren feinen Schichten gerollt sind und somit eher einer Zigarre, als einem Rohr ähneln.

Cumarin aus anderen Quellen

Zusätzlich kann Cumarin auch z. B. über Körperpflegemittel und zimthaltige Fertigprodukte (Kekse, Kuchen, Grießpudding,…) in den Körper gelangen. Allerdings dürfen innerhalb der Europäischen Union seit 2011 nur noch geringe Mengen Cumarin in Fertig-Lebensmitteln aus den Supermarktregalen enthalten sein. So wird sichergestellt, dass eine Überdosierung über derartige Produkte kaum möglich ist. Kleinkinder müssten beispielsweise mehr als sechs kleine Zimtsterne (30 Gramm) aufnehmen um die täglich tolerierbare Dosis zu überschreiten.

Fazit: Cassia-Zimt nur in Maßen. Menschen, die oft große Mengen Zimt verwenden  – z. B. im Frühstücks-Hafer- oder Hirsebrei –, sollten besser auf den cumarinarmen Ceylon-Zimt ausweichen. (Quelle: BfR 2012)

Diese Info wollte ich euch unbedingt noch geben, bevor es so richtig in die „zimtige“ Weihnachtszeit geht 😉

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