Zimtschnecken: Das Original und das Original vollwertig verfeinert

Vollwertige Zimtschnecken mit einem Glas Milch

Als wir vor einiger Zeit bei Freunden zu Besuch waren, spielten die Kinder: „Wir Kinder aus Bullerbü“ nach. Total vertieft in ihre Fantasiewelt gab’s dann auch unsichtbare Zimtschnecken. Als ich fallen ließ, dass wir die ja auch mal selber backen können, bekam ich neugierige Blicke: „Wirklich?“

Und wie! Ich liebe dieses Hefegebäck, weil es wirklich lecker ist, dabei aber nicht zu süß und für Kids gut zu handeln (kein Kleckern etc.). Außerdem fasziniert es Kinder, zu beobachten, wie der Hefeteig wächst. Und beim Kneten, Formen und Bestreichen können sie prima mitmachen.

Das Rezept ist sehr simpel. Man braucht nur ein wenig Geduld wegen der Hefe-Wartezeiten. Im Folgenden findet ihr einmal das Originalrezept und außerdem noch ein vollwertige Variante mit Vollkornmehl und weniger Zucker. Die sind nicht so süß und trocknen etwas schneller aus. Am besten noch am selben Tag verputzen. Aus meiner Erfahrung greifen hier auch selbst an reichlich Zucker gewöhnte Kinder zu. Werden beide Sorten angeboten, ist natürlich klar, wer das Rennen macht 😉

Vollwertige Zimtschnecke

Das braucht ihr für ca. 20 Zimtschnecken

Für den Teig

  • 10 Kardamomkapseln
  • 500 g Mehl, Typ 550 (für die „gesunden“ Zimtschnecken die Hälfte mit Vollkorn-Weizen oder Vollkorn-Dinkelmehl ersetzen)
  • 220 ml fettarme Milch
  • ½ Würfel Hefe (20 g)
  • 1 Ei (davon 3 EL zum bestreichen aufbewaren)
  • 80 g weiche Butter
  • 70 g Zucker (für die „gesunden“ Zimtschnecken anstatt Zucker 3 Esslöffel/ca. 60 Gramm Gerstenmalz. Vorteil: aus regionalem Getreide gewonnen, weniger süß, das Vollkornmehl freut sich über die zusätzliche Flüssigkeit, enthält wertvolle Mineralstoffe. Ihr findet den honigartigen, malzigen Getreideextrakt in Bioläden, z.B. von Arche)

Für die Füllung

  • 3 gestrichene TL Ceylon-Zimt
  • 40 g weiche Butter
  • 70 g Zucker  (oder 60 Gramm Vollrohrzucker bzw. Rapadura für die „gesunden“ Zimtschnecken, Vorteil: Enthalten wertvolle Mineralstoffe).

Und so wird’s gemacht

  1. Kardamom-Kapseln öffnen und die Samen in einem Mörser ganz fein mahlen.
  2. Mehl mit Kardamom vermischen, in eine große Schüssel geben und in die Mitte eine Vertiefung drücken.
  3. Milch lauwarm erhitzen und die Hefe darin auflösen.
  4. Milch-Hefe-Mischung in die Mulde gießen, mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort (Heizungs-Nähe) 15 Minuten gehen lassen.
  5. Das Ei verquirlen und 3 EL davon beiseite Stellen.
  6. Das restliche Ei und 70 Gramm Zucker (für die „gesunden“ Zimtschnecken Zucker hier weglassen) unter den Teig mischen.
  7. 80 Gramm Butter in einem kleinen Topf bei geringer Hitzezufuhr leicht anschmelzen (und für die „gesunden“ Zimtschnecken mit 60 Gramm Gerstenmalz vermengen). Buttermischung zum Teig geben und kräftig mit den Händen durchkneten bis eine glatte Masse entsteht. Ist der Teig zu klebrig, einfach etwas Mehl dazu. Dann nochmal abdecken und mindestens 30 Minuten ruhen lassen.
  8. Den Teig auf einer bemehlten Fläche gut durchkneten, in der Mitte teilen und mit einem Nudelholz zwei Rechtecke ausrollen.
  9. Die restliche Butter schmelzen (40 Gramm) und die Rechteck damit bestreichen.
  10. 70 Gramm Zucker (bzw. 60 Gramm für die „gesunden“ Zimtschnecken) mit dem Zimt mischen und gleichmäßig über die zerlassene Butter streuen.
  11. Die Rechtecke von der langen Seite her aufrollen und je mit einem scharfen, großen Messer in 9 bis 10 Scheiben schneiden.
  12. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen, die Zimtschnecken darauf verteilen und noch ein letztes Mal 15 Minuten ruhen lassen. Der Teig geht noch auf, deswegen die Bleche nicht zu dicht belegen!
  13. GANZ WICHTIG: In der zwischen Zeit den Ofen auf 175 Grad Umluft VORHEIZEN.
  14. Mit dem übrig gebliebenen Ei die Zimtschnecken großzügig bestreichen und die Bleche zusammen für circa 7 bis 10 Minuten in den Ofen bis sie goldbraun sind. Vorsicht: Die Schnecken werden schnell schwarz. Ggf die Position der Bleche nach ca. 5 Minuten austauschen und unter Beobachtung noch ein paar Minütchen weiter backen.

Zehn Minuten abkühlen lassen und noch warm genießen. Am besten mit einem schönen Glas kalter Heu-Milch von Demeter. So haben wir es jedenfalls gemacht 😉

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