Borschtsch und Baby-Brei (Eisennachschub für Groß und Klein)

Eisenreicher Borschtsch mit Rindfleisch

Nach Schwangerschaft und fünf Monaten Vollstillen werden meine Eisenvorräte langsam knapp. Muttermilch allein genügt bald nicht mehr, um mein Baby ausreichend mit allen nötigen Mineralstoffen zu versorgen. Ein eisenreicher Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei muss her. Wir wollen es langsam angehen und den Mini-Mann, wie es das Netzwerk Gesund ins Leben empfiehlt, erstmal Stück für Stück an puren Karottenbrei gewöhnen. Der Kleine scheint mehr als bereit: Sehnsüchtig beäugt er alles was auf unseren Tellern landet, greift sabbernd nach Gabeln und Gläsern und erkundet mit seinem Mund gründlich die Umgebung.

Doch der Schein trügt

So einfach wie bei unserem Großen, klappt es diesmal nicht. Gleich beim ersten Löffel Karotte pur beginnt der Mini heftig an zu würgen. Und auch der zweite und dritte werden sofort angewidert nach draußen befördert. Also Plan B: Ich lege eine Pause ein und versuche es in einer Woche nochmal. Wieder mit Karotte. Daran soll er sich erstmal gewöhnen. Ein neues Gemüse könnte seine feinen Geschmacksknospen überfordern. Alternativ süßes Obst anbieten, ist auch keine gute Lösung, das Risiko zu groß, dass er Gemüse dann komplett ablehnt. Zu mir selbst sage ich: “Keep cool! Den Kleinen auf keinen Fall drängen und dann wird es schon bald klappen.“ [Leichter gesagt als getan :roll: ]

Solange wir geduldig warten, gönne ich mir eine Extraportion Eisen. Dieses wärmende Winter-Süppchen mit eisenreichen Zutaten wie Roter Beete und Rindfleisch ist da genau das Richtige.

Eisenreiche Rote-Bete-Suppe mit Rindfleisch

Eisenreiche Rote-Beete-Suppe mit Rindfleisch
Arbeitszeit
1 Std. 30 Min.
 
Portionen: 4
Das braucht ihr:
  • 500 g Gulasch oder Rinderschmorbraten in mundgerechten Stücken
  • 1 EL edelsüßes Paprikapulver
  • 1-2 TL Salz
  • 2 EL Rapsöl
  • 1 ½ Liter heißes Wasser
  • 700 g Rote Beete
  • 2 mittelgroße Möhren
  • 1/4 Staudensellerie
  • 1 Petersilienwurzel
  • 2 EL Balsamico
  • ½ Bund Petersilie
  • 1 Becher saure Sahne
Und so wird’s gemacht:
  1. Fleisch unter fließendem Wasser waschen, trocken tupfen und mit Paprikapulver und Salz würzen. (Bei rohem Fleisch besonders auf Hygiene achten: Hände und Küchenutensilien gründlich mit Seife reinigen, um lebensmittelbedingte Erkrankungen zu vermeiden.)

  2. Öl in einer Pfanne erhitzen und das Fleisch bei mittlerer Hitze kurz von allen Seiten anbraten, dann mit dem heißen Wasser aufgießen, aufkochen lassen und mindestens eine Stunde zugedeckt köcheln lassen.

  3. Währenddessen die Rote Beete schälen, mit kochendem Wasser bedecken, für 5 Minuten kochen und das Kochwasser weggießen um den Gehalt an Oxalsäure zu vermindern. Oxalsäure hemmt nämlich die Eisenaufnahme.

  4. Das restliche Gemüse Waschen, schälen und zusammen mit der Roten Beete kleinschneiden.

  5. Das gesamte Gemüse nach frühstens einer Stunde zum Fleisch geben und je nach Größe und Geschmack ca. 15 bis 20 Minuten weiter köcheln bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  6. Vom Herd nehmen, auf Teller oder Schüsseln portionieren und mit der sauren Sahne garnieren.

  7. Zum Schluss noch mit kleingehackter Petersilie bestreuen. Das Küchenkraut sorgt nicht nur für Würze und Aroma, sondern unterstützt durch seinen hohen Vitamin C Gehalt die Eisenaufnahme.

 

Wer noch auf der Suche nach verlässlichen und praktischen Tipps zur Einführung der Beikost ist, kann sich mal die App Baby und Essen vom Bundeszentrum für Ernährung herunterladen. Wie ihr einen Eisenmangel mit der richtigen Lebensmittelauswahl und kleinen Tricks vermeiden könnt und wozu der Körper Eisen benötigt, steht in meinem Eisenmangel-Artikel.

Was für Erfahrungen habt ihr so mit dem ersten Brei gemacht?

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